Invest Region Leipzig GmbH

Baumwollspinnerei und Kunstkraftwerk Leipzig: Fruchtbarer Boden für Innovationen

Foto: Thomas Riese

Baumwollspinnerei und Kunstkraftwerk: zwei Orte in Leipzig, die für kreative Köpfe und Startups ideale Voraussetzungen für die künstlerische Entfaltung und die Umsetzung innovativer Ideen bieten. Dafür sorgt nicht nur das inspirierende Umfeld, sondern auch ein spannendes Modell zur Unterstützung von Gründern sowie die beachtlichen Fördermöglichkeiten durch den Freistaat Sachsen.

Leipzig als Hochburg der Industriekultur. Einst Heizkraftwerk, Fabrikgelände oder Baumwollspinnerei, bietet das industrielle Erbe der Stadt heute Raum und Möglichkeiten, sich kreativ zu entfalten und allerlei frische Ideen und Wirtschaftskonzepte an den Start zu bringen. Ideale Wachstumsbedingungen für die Gründerszene: Aus den unterschiedlichsten Kultur- und Wirtschaftszweigen siedeln sich in der Boomtown immer mehr Startups an und bilden einen umfassenden Pool voller Engagement und Kreativität, der die Chancen auf profitable Synergien untereinander und mit anderen Wirtschaftszweigen ungemein erhöht.

Kreativ-Hub Baumwollspinnerei

Auf dem riesigen Gelände der Baumwollspinnerei im ohnehin kulturell geprägten Leipziger Westen hat die Künstler- und Gründerszene der Stadt ihren Hotspot gefunden. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gilt die Spinnerei als eine der europaweit spannendsten Produktions- und Ausstellungsstätten für zeitgenössische Kunst und Kultur. Auf über 100.000 Quadratmetern in insgesamt 20 gewaltigen Gebäuden schuf man Raum für hunderte Künstlerateliers, elf Galerien, zahlreiche Werkstätten, Architekten, Designer, Theaterspielstätten, Druckereien, Läden und eine ganze Reihe hochinnovativer Startups.

Und es geht immer weiter: Hochgespannt ist die aufstrebende Unternehmerszene Leipzigs derzeit auf den geplanten Hub in Halle 7. Laut des Dezernats Wirtschaft, Arbeit und Digitales soll hier mit einem städtischen Finanzierungsvolumen von 7 Millionen Euro in den Jahren 2021 und 2022 ein rund 6.000 Quadratmeter großes Innovationszentrum aufgebaut werden. Dabei können sich Mittelständler, Gründer, Hochschulen, Kapitalgeber und kommunale Wirtschaftsförderer endlich zentral an einem Ort ansiedeln, auf direktem Wege voneinander lernen und sich gegenseitig pushen. Ein durchdachtes Ökosystem für Innovation und Wachstum.

Der neue Ideen-Beschleuniger

Für fruchtbaren Raum ist also gesorgt. Aber auch was die Ankurbelung und Beschleunigung von neuen Geschäftsmodellen und innovativer Technologie angeht, beherbergt die Spinnerei bereits ein spannendes Modell, das seit 2015 hervorragend funktioniert. "SpinLab - The HHL Accelerator" nennt sich das gemeinsame Projekt der Handelshochschule Leipzig und der Spinnereibetreiber, unter dessen Fittichen inzwischen über 40 Gründerteams gleichzeitig an ihren vielversprechenden Ideen brüten. Dabei stellt das SpinLab durch seine zahlreichen Unternehmenspartner wie die AOK PLUS, die Leipziger Gruppe, Dell oder das Deutsche Rote Kreuz wichtige Schlüsselressourcen wie Mentoren, Coaches oder eine finanzielle Unterstützung zur Verfügung, die die Gründerteams auf Anhieb erfolgreich machen sollen. Als Gegenleistung sichert sich das SpinLap als Investor Anteile des Unternehmenserfolgs: Ein Modell, bei dem also alle Parteien voneinander profitieren. Unternehmensgründungen aus dem SpinLab heraus haben in den letzten Jahren über 350 neue Arbeitsplätze geschaffen und Leipzig als einen der interessantesten Startup-Standorte Deutschlands weit nach vorne katapultiert.

Großgeschriebene Kulturförderung

Was aber macht Leipzig für kreative Köpfe aus aller Welt so attraktiv? Auch abseits von Meeting und Ideenverwirklichung im Startup-Alltag gilt die Messemetropole als eine der lebenswertesten Städte der Welt – dank kurzer Wege, niedriger Lebenskosten, viel Grün und einem Kulturangebot, das es mit Millionenstädten aufnehmen kann. So erhalten im laufenden Jahr 253 Projekte sowie 52 freie Kunst- und Kultureinrichtungen eine Förderung des Kulturamtes der Stadt Leipzig, was einem finanziellen Gesamtpaket von zehn Millionen Euro entspricht – das sind gut 1,6 Millionen mehr als noch im Jahr 2019.

Dabei sollen die zusätzlichen Mittel insbesondere die personelle Ausstattung und das Lohnniveau von Künstlerinnen und Künstlern verbessern und sich über die gesamte Bandbreite der freien Kulturszene erstrecken: Von Ausstellungen über Theater- und Tanzproduktionen, Lesungen und Konzerten bis hin zu Festivals, Filmpräsentationen, Stadtteilfesten, Bildungs- und Geschichtsprojekten.

Interaktive Kultur

Eine Kultureinrichtung, die als besonders repräsentativ für die hervorragende Arbeit im kulturellen Bereich gilt, ist das Kunstkraftwerk: Ein Hotspot der digitalen Kunst, der sich ebenfalls im Leipziger Westen befindet. Hier entstehen immersive Kunstprojekte, die mit der Umgebung des ehemaligen Heizkraftwerks verschmelzen und die Interaktion zwischen Künstler, Kunstwerk und Betrachter auf eine neue Ebene hieven. Hinter diesen Projekten stecken zugereiste Künstler und regionale Talente, die zum Teil in der Spinnerei, mindestens aber in angrenzenden Kulturzentren und Ateliers angesiedelt sind.

Der enorme Freiraum und die Menschen, die ihn so gekonnt zu nutzen wissen, machen Leipzig für junge und ideenreiche Menschen wie Startup-Gründer und deren Mitarbeitende besonders anziehend und lebenswert. So darf man ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe, der Leipzig liebte und lobte, ins Hier und Heute abwandeln: "Hier bin ich kreativ, hier darf ich's sein."

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